Wann/Warum?

Wurzelbehandlung – wann und warum?

Die erstmalige Wurzelbehandlung wird dann durchgeführt, wenn in der Kariesentfernung die Nervenhöhle des Zahnes eröffnet wird und dabei Kariesbakterien eingedrungen sind. Oder es sind bereits Bakterien vorhanden und verursachen eine Entzündung, die Sie zu jeder nur erdenklichen Nachtzeit auch zum Zahnarzt treiben würde, ganz einfach, weil es sehr weh tut. Oft aber erfolgt die Zahnnerventzündung auch stumm (also schmerzfrei) und wird erst im Routine-Röntgen entdeckt.

Bei der Behandlungsform wird das Nervgewebe aus dem Wurzelkanalsystem entfernt, dieses desinfiziert und anschließend mit einem plastischen Füllungsmaterial bis an die Wurzelspitze gefüllt. Und hier liegt auch die Komplexität der Endodontie. Ihre Krankenkasse zahlt die Kassenleistung, wenn 1/3 der Wurzellänge abgefüllt ist, 2/3 können ungefüllt (und wahrscheinlich nicht desinfiziert) bleiben.

Daher sehen wir auch die vielen Beherdungen (Misserfolge). Wie gesagt, unter den Zahnbehandlern ist die Endodontie nicht gerade sehr beliebt. Ziel muss es sein, das erkrankte Gewebe aus dem Wurzelkanalsystem zu entfernen und die Kanäle bakteriendicht abzuschließen.
Erleichtert wird dies durch den Einsatz des Lasers, der Bakterien und auch Gewebe entfernt und somit ein zusätzlicher Garant für den Behandlungserfolg ist.

Durch eine Wurzelbehandlung verliert der Zahn an Stabilität, denn das Dach über der Nervenhöhle ist nicht mehr vorhanden (die Zwischendecke). Daher muss der Zahn durch eine Krone stabilisiert werden, mit einer Füllung besteht Frakturgefahr.

Patientenmeinung_weiß